De Beers prägte vor einem halben Jahrhundert den Slogan „Ein Diamant ist für die Ewigkeit“. Doch dieser Grundsatz gilt nicht für das Unternehmen selbst: Das für Diamanten bekannte Unternehmen steht zum Verkauf. Der Bergbaukonzern Anglo American, mit 85 % größter Anteilseigner, will das Unternehmen verkaufen. Die restlichen 15 % hält die Regierung der Republik Botswana, auch wenn die Nachricht noch nicht offiziell ist. Der Bergbaukonzern steht jedoch kurz davor, ein formelles Verfahren zum Verkauf von De Beers einzuleiten. Als Berater fungieren Morgan Stanley, Goldman Sachs und Centerview. Laut Reuters gibt es mindestens sechs verhandlungsbereite Konsortien, darunter katarische Investmentfonds, der indische Magnat Anil Agarwal, Präsident von Vedanta Resources, und weitere indische Unternehmen, die auf Edelsteinschleiferei spezialisiert sind und zu De Beers gehören, darunter die KGK Group und Kapu Gems.

Laut Bloomberg befinden sich unter den Kaufkandidaten auch zwei ehemalige CEOs von De Beers sowie Bruce Cleaver und Gareth Penny. Unter den Interessenten befindet sich außerdem ein weiterer Veteran der Bergbaubranche, der Australier Michael O’Keeffe. Der Buchwert von De Beers beträgt 4,9 Milliarden Dollar, nach Abschreibungen von 3,5 Milliarden Dollar in den letzten zwei Jahren. Das auf Diamanten spezialisierte Unternehmen kontrollierte von seiner Gründung 1888 bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts 80–85 % des Rohdiamantenvertriebs und galt als Monopol.

