Das Ägypten der Pharaonen, neu interpretiert in einer umfangreichen Kollektion exklusiver Schmuckstücke des Hauses.
Napoleons Frankreich gebührt die Ehre, dank des Steins von Rosetta die Hieroglyphen entziffert zu haben. Doch Van Cleef & Arpels kann für sich beanspruchen, den Zauber des alten Ägypten in die höchste Schmuckkunst erhoben zu haben. Die Kollektion Fascinations d’Égypte, deren Name das zentrale Thema ihrer 180 Kreationen bereits vorwegnimmt, verdeutlicht dies. Seit der Gründung des Hauses im Jahr 1906 greift Van Cleef & Arpels Motive aus dem pharaonischen Ägypten auf. Der Höhepunkt dieser Leidenschaft für die ägyptische Kultur und Geschichte fiel mit Howard Carters Entdeckung des Grabes von Tutanchamun im Jahr 1922 zusammen und entfachte die sogenannte Ägyptomanie. Im Einklang mit diesem Interesse kreierte Van Cleef & Arpels Schmuck im Art-déco-Stil, verziert mit ägyptischen Symbolen: Sphinxen, Skarabäen, Lotusblumen, Hieroglyphen und Szenen aus dem Alltag.
Im 20. Jahrhundert zählte auch die ägyptische Königsfamilie zu den Kunden des Hauses. Van Cleef & Arpels kreierte Schmuck für Prinzessin Fawzia von Ägypten und Königin Nazli Sabri und begründete damit eine Verbindung, die bis heute zeitgenössische Kreationen inspiriert.

Die Haute-Joaillerie-Kollektion Fascinations d’Égypte verwendet eine große Vielfalt an Edel- und Schmucksteinen, darunter Rubine, Smaragde, Saphire, Diamanten, Turmaline, Rubellite, Lapislazuli, Türkis und Bergkristall. Die Edelsteine spiegeln die Farbpalette von Fresken und Kunstwerken aus der Zeit der Pharaonen wider: das Blau des Himmels und der Götter, das Grün der Vegetation, das Gelb der Sonne, das Rot der Stärke und das Schwarz der fruchtbaren Erde. Die Steine wurden aufgrund ihrer Seltenheit und ihrer Fähigkeit, Emotionen und Staunen hervorzurufen, ausgewählt. Diese Farben verschmelzen in dem Schmuck, der von der handwerklichen Exzellenz des Hauses interpretiert wird.

Die Kollektion
Die Schmuckstücke zeichnen sich nicht nur durch das Markenzeichen von Van Cleef & Arpels aus, das berühmte Mystery Set (patentiert 1933), bei dem die Krallen vollständig unter den Pavé-gefassten Steinen verborgen sind, sondern auch durch handgravierte, ziselierte und dreidimensionale Details, die einige Stücke in Miniaturskulpturen verwandeln. Jedes Stück trägt zudem eine Hieroglyphenkartusche mit dem Van Cleef & Arpels-Monogramm als Hommage an Ägypten.

Unter den 180 Stücken, darunter Halsketten, Ringe, Ohrringe, Broschen, Armbänder und eine Tischuhr, die von Symbolen und Figuren der ägyptischen Zivilisation inspiriert sind, ragen einige Meisterwerke hervor. Dazu gehören die Brosche „Fleur de Lotus Mystérieuse“, die der Lotusblume, einem zentralen Symbol der ägyptischen Ikonographie, gewidmet ist, und die Halskette „Beauté Légendaire“, die die königlichen Brustpanzer des alten Ägypten neu interpretiert.
Die Broschen „Ewige Muse“ und „Heiliger Pharao“ zeigen Kleopatra VII. bzw. einen Pharao, während „Mysteriöser Benu“ den Vogel darstellt, der die Seele des Sonnengottes Ra verkörpert und ihn auf dem Sonnenschiff begleitet. Der Mythologie zufolge erschuf sich Bennu in Gestalt eines Graureihers aus einem Feuer. Die Brosche ist mit einem 4,08 Karat schweren, ovalen Spessartin-Granat in beweglicher Fassung und einem Spinell mit intensivem Rotton besetzt. Das warme, lebendige Funkeln der Steine verleiht dem Schmuckstück, dessen Farbtöne von Grün bis Blau reichen, eine besondere Note.

Darüber hinaus gibt es Armbänder mit Pyramidenmotiven, pharaonischen Masken in Pop-Art-Farben und Säulenreihen, die an die Säulengänge antiker Tempel erinnern. Die Kreationen sind direkt von den ägyptisch inspirierten Armbändern des Hauses aus den 1920er-Jahren inspiriert. Auf der sichtbaren Seite stehen skulpturale Goldmotive im Kontrast zu unterschiedlichen Texturen: graviert, gehämmert, poliert oder geriffelt. Diese Metallelemente sind wie Mikromosaike von facettierten Edelsteinen mit polierten Oberflächen umgeben.
Unter den Halsketten ist die „Déesse Ailée Mystérieuse“ ein wandelbares Schmuckstück mit großen, abnehmbaren Diamanten in Rosé-, Weiß- und Gelbgold: zwei birnenförmige Diamanten vom Typ DFL 2A mit 14,05 und 2,07 Karat, handgefasste Rubine in der Mystery-Set-Technik, Rubine und Diamanten.
Ringe
Van Cleef & Arpels setzt seine Auseinandersetzung mit Hieroglyphensymbolen mit drei Cocktailringen fort: „Origine de l’eau“, „Origine florale“ und „Origine du soleil“. Die Zeichen, die die verschiedenen Elemente bezeichnen, werden zu stilisierten Motiven, die sich über einem Pavé aus Diamanten im Schneeschliff entfalten. Bei allen drei Stücken erstrecken sich diese Designs beidseitig der Mittelsteine. Ihre gewölbten Silhouetten werden von einem 8,71 Karat schweren Saphir aus Sri Lanka, einem 8,02 Karat schweren Smaragd aus Kolumbien und einem 5,04 Karat schweren Rubin aus Mosambik gekrönt. Diese Edelsteine offenbaren die Intensität ihrer Farbe und die Qualität ihrer Kristallisation in großzügig proportionierten Kissenschliffen. Die Ringkörper sind mit einer sonnenstrahlförmigen Gravur verziert, die an den Morgenstern erinnert – ein Motiv, das sich auf vielen Stücken der Kollektion wiederfindet.




