Innerhalb eines Jahres ist der Goldpreis um rund tausend Euro gestiegen. Doch nun hat das Edelmetallfieber auch zwei Hauptreserven erfasst: Silber und Platin. Wer in den kommenden Monaten Schmuck kaufen möchte, muss mit deutlich steigenden Preisen rechnen. Die Gründe für die Preissteigerungen sind stets dieselben: die bewaffneten Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die vom Weißen Haus angezettelten Handelskriege. Zwei Faktoren, die Zentralbanken und Privatanleger dazu bewogen haben, in sogenannte sichere Anlagen zu investieren. Gold macht heute rund 20 % der Zentralbankreserven aus, während der Euro nur 16 % beträgt.

Das ist auch der Grund, warum das gelbe Metall den absoluten Rekordwert von 3.500 Dollar pro Unze erreicht hat (und niemand hatte ihn vorhergesagt), während es im vergangenen Jahr noch über 2.000 Dollar lag. Doch nun ist Gold nicht mehr allein: Seit Jahresbeginn ist der Platinpreis um 40 % gestiegen, während der des gelben Metalls nur um 29 % gestiegen ist. Und der World Platinum Investment Council prognostiziert, dass die Nachfrage nach Platin im Jahr 2025 das dritte Jahr in Folge das Angebot deutlich übersteigen wird. Parallel zu Platin stieg auch der Preis für Palladium und erreichte mit 1.286,74 Dollar pro Unze einen Rekordwert seit über vier Jahren. Palladium, das zur Platingruppe gehört, wird auch in der Schmuckherstellung verwendet. Und nicht nur das: Auch Silber, das als deutlich leichter verfügbares und daher weniger wertvolles Metall gilt, hat seit Jahresbeginn einen Aufschwung erlebt und ist um 25 % gestiegen.



