Ghizzoni trägt Dodo

Pomellato zu verkaufen. Aber es ist nicht der Gründer Pino Rabolini, der verkauft: Es ist tatsächlich Federico Ghizzoni, CEO von Unicredit. Hier ist die Geschichte, die Gioiellis.com enthüllen kann.

Pomellato spa, das Schmuckunternehmen mit 343 Mitarbeitern, zu dem auch die Marke Dodo gehört, verfügt über ein Aktienkapital von 10.000 Aktien. Davon werden 300.000 vom Vizepräsidenten Luciano Farina kontrolliert (3 %), 1 Million 800.000 von der in Luxemburg ansässigen Sparkling Investments der Familie Damiani (18 %), 1 Million 872.000 von Pino Rabolinis Ra.Mo ( 18,7 %), ebenfalls nach luxemburgischem Recht, während über 6 Millionen der gleichen Ra.Mo an Unicredit verpfändet sind (60 %). Die finanzielle Form der Verpfändung wird häufig als Sicherheit bei der Gewährung sehr bedeutender Finanzierungen genutzt. Im Wesentlichen hält die von Ghizzoni geführte Bank die Mehrheit des Schmuckkonzerns in ihrem Portfolio. Wer weiß, ob der Manager ein Dodo i Love you-Armband am Handgelenk trägt.

Hinzu kommt der bereits öffentlich geäußerte Wunsch der Familie Damiani, den Anteil zu verkaufen, allerdings nicht unter irgendwelchen Bedingungen. Auch der Damiani-Vertreter stimmte bei der letzten Aktionärsversammlung gegen die Genehmigung des Budgets 2011. In einer schwierigen Situation wie der aktuellen ist es hingegen nicht einfach, am Markt zu bleiben. Darüber hinaus erklärte CEO Andrea Morante selbst den Aktionären, dass das Unternehmen stark von der Marke Dodo abhängig sei, insbesondere in Italien, wo der Konzern rund 50 % seines Umsatzes fakturiert. Dass das Gerücht über einen möglichen Verkauf plötzlich wieder die Runde macht, erinnert kurz gesagt fast an eine Einladung, sich zu melden, die durch die freundliche Zusammenarbeit von Presse und Internet verschickt wurde, wie die Website Gioiellis.com vor einigen Tagen berichtete. Nach den 15 Millionen Krediten, die 2012 ausliefen, muss Pomellato in diesem Jahr weitere 13 Millionen an die Banken zurückzahlen, im Jahr 2014 sieben.

Die Betreibergesellschaft Pomellato spa erzielte im Jahr 2011 einen Umsatz von 116,6 Millionen Euro und einen Gewinn von 7,4 Millionen Euro. Die Bewertung für einen möglichen Verkauf (vielleicht Wunsch von Unicredit) läge bei rund 300 Millionen, was einem Vielfachen des 20-fachen der Marge von 2011 entspräche.

Una cornice dodesca per Federico Ghizzoni, ceo di Unicredit
Una cornice dodesca per Federico Ghizzoni, ceo di Unicredit

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