Panthère Noire ist eine Wanderausstellung, die sich den monumentalen Schmuckstücken des toskanischen Juweliers widmet.
Die Grenzen zwischen Kunst, Skulptur und Schmuck verschwimmen: Dies beweist Panthère Noire / Schmuck aus einem Katzenbestiarium, Giovanni Raspinis neuestes Projekt. Einzigartige Stücke, imposante Formen und die Anmut der Katze sind die Markenzeichen seiner neuen Schmuckskulpturen. Sie stehen auch im Mittelpunkt einer Ausstellung, die von Mai bis Oktober 2026 durch Italien tourt und 28 exquisite Schmuckkreationen präsentiert: Halsketten, Armbänder, Ringe und Ohrringe aus Silber, Bronze und Edelsteinen. Darunter befinden sich 22 Unikate und sechs Kreationen, die in zwei Sets zum Verkauf angeboten werden und alle von der starken Tierinspiration geprägt sind.

Panther, Tiger, Leoparden, Löwen und Geparden werden mithilfe des Wachsausschmelzverfahrens harmlos gemacht und in Schmuckstücke verwandelt. In Mailand findet die Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag, dem 21. Mai, in der Residenza Vignale statt; die Ausstellung ist vom 22. bis 31. Mai bei freiem Eintritt für die Öffentlichkeit zugänglich. In Rom wird die Ausstellung vom 12. bis 14. Juni im Kaffeehaus des Palazzo Colonna gezeigt, und in Florenz, wo Giovanni Raspini lebt, ist sie vom 25. September bis 4. Oktober in der Loggia Rucellai zu sehen, ebenfalls bei freiem Eintritt.
Mein animalischer Instinkt erwachte beim Anblick des wundervollen Schmucks, den unbekannte Goldschmiede über Jahrtausende hinweg den Katzen gewidmet haben. Ich erinnere mich noch gut an ein hethitisches Goldarmband, das ich vor vielen Jahren im Museum in Ankara, Türkei, sah. Zwei Löwenprotomen, verbunden durch einen Halbkreis: eine Schönheit von so schlichter und wirkungsvoller Kraft, dass sie hochmodern wirkt. Und außerdem haben Schmuckdesigner weltweit seit mindestens dem zweiten Jahrtausend v. Chr. die geheimnisvolle Eleganz von Katzen erforscht, fast so, als wollten sie die Aggressivität und außergewöhnliche Stärke dieser eleganten Tiere in einem kostbaren Schmuckstück bändigen. Eine apotropäische Geste, die ihren Höhepunkt in der Geschichte von Herkules findet, der den Nemeischen Löwen besiegte und dessen Fell anschließend als unbesiegbaren Mantel trug.
Giovanni Raspini

Schmuckstücke
Zu den bedeutendsten Stücken zählt die Halskette „Panthère Noire“, das Prunkstück der Ausstellung – ein ikonisches Schmuckstück in tiefem Schwarz. Gefertigt aus polierter Weißbronze und emaillierter Bronze, verziert mit großen schwarzen Onyx-Edelsteinen und gleichfarbigen Federn, zeigt sie im Zentrum einen Pantherkopf in Nahaufnahme. Die Halskette „Snow Leopard“ stellt einen Schneeleoparden dar, der auf einem Bett aus Schnee und Eis ruht, das in Giovanni Raspinis Interpretation aus leuchtendem Bergkristallquarz besteht. Die Tigerkette, die die größte und gefährlichste Raubkatze symbolisiert, zeigt das Tier im Zentrum, umgeben von einem tropischen Wald, in dem auch kleine Affen herumklettern. Sie ist aus polierter Bronze und polierter Weißbronze gefertigt und mit Edelsteinen aus Hydrothermalquarz, Moosachat und Perlmutt verziert. Die Gepardenkette aus emaillierter, vergoldeter Bronze, grünem Achat und Karneol zeigt zwei Raubkatzen im unteren Zentrum, die von großen, im Cabochon-Schliff geschliffenen Edelsteinen umgeben und bereichert werden. Die Schwarz-Gold-Kette präsentiert zwei Raubkatzen, die fast einander gegenüberstehen, auf großen Bergkristallen: eine hellgoldene, die andere dunkler und grauer.




