Niemand mag es, ins Visier der Steuerbehörden zu geraten. Noch weniger für Bulgari, das sich mit der Finanzbehörde arrangieren musste. Wie wir in den Zeitungen lesen, hat Bulgari rund 30 Millionen Euro (einige sagen 42 Millionen) gezahlt, um den Verwaltungsstreit mit den italienischen Steuerbehörden beizulegen. Kurz gesagt behaupteten die Steuerbehörden, Bulgari habe in den vergangenen Jahren nicht alle Steuern gezahlt, die es hätte zahlen müssen. Am Ende empfahlen die Berater des römischen Modehauses, das unter dem Dach von LVMH gelandet ist, das, was man in der Steuersprache „Veranlagung mit Mitgliedschaft“ nennt. Der Entscheidung sei auch eine Beschlagnahme von Vermögenswerten und Finanzmitteln in Höhe von über 55 Millionen Euro „beraten“ gewesen. Die Steuerbehörden stellten Bulgaris Jahresabschlüsse für den Zeitraum 2006-2009 in Frage, in denen er angeblich rund 3 Milliarden Euro über ausländische Unternehmen verschwiegen hatte. Tatsächlich nicht wenig. Leider ist die Sache jedoch nicht mit der Superstrafe, ich würde sagen, mit dem Plädoyer-Schnäppchen erledigt. Gerüchten zufolge ist der Staatsanwalt von Rom, der die Ermittlungen durchgeführt hat, bereit, die Überstellung der 13 Verdächtigen vor Gericht zu fordern, darunter die Brüder Paolo und Nicola Bulgari sowie Francesco Trapani (der kürzlich den Sitz Nummer eins bei LVMH-Schmuck verlassen hat). und Maurizio Valentini, ehemalige bzw. derzeitige gesetzliche Vertreter des italienischen Unternehmens. Allen wird betrügerische Erklärung durch List und Täuschung sowie Steuerhinterziehung vorgeworfen. Eine Situation, das muss man sagen, nicht sehr brillant.

