Hinweis für Goldschmiede, Juweliere und Liebhaber von Ringen, Ohrringen oder Halsketten aus Gold: Trotz des Preisverfalls im Jahr 2013 wird die Nachfrage nach dem gelben Metall weiterhin hoch bleiben. Daher wird es (vermutlich) keine Preisrutsche beim Gold geben. Wie kann man sicher sein? Ein veröffentlichter Bericht des World Gold Council zeigt mit dem Finger auf China. Analysten zufolge soll die private Nachfrage nach Gold in dem großen asiatischen Land von derzeit 1.132 Tonnen pro Jahr auf 1.350 Tonnen steigen. China wurde 2013 zum größten Goldmarkt der Welt und 2014 dürfte sich dieser Trend verfestigen. Trotz der Konjunkturabschwächung wird der Goldkauf auch in den kommenden Jahren fortgesetzt. Bis 2020 wird die Mittelschicht in China um mehr als 60 % wachsen, also um etwa 200 Millionen Menschen, also auf insgesamt 500 Millionen. Sie alle sind mögliche Käufer eines Goldjuwels. Darüber hinaus wird die aufstrebende Klasse dazu gedrängt, Gold auch als Investition zu kaufen. Laut Albert Cheng, Generaldirektor für den Fernostbereich beim World Gold Council, „begannen seit Beginn der Liberalisierung des Goldmarktes Ende 1990 und dem anschließenden Angebot von Goldbarren durch die Banken lokale Geschäfte, seit 2004.“ haben wir im ganzen Land einen erstaunlichen Anstieg der Verbrauchernachfrage erlebt. Die kulturelle Affinität zu Gold ist in China tief verwurzelt: Wenn dies mit einer immer wohlhabenderen Bevölkerung einhergeht, besteht erhebliches Potenzial für ein weiteres Wachstum des Marktes. China steht jetzt im Zentrum des globalen Goldökosystems.“

Die Ersparnisse der Chinesen sind nach wie vor hoch: Rund 7.500 Milliarden Dollar sind auf Bankkonten eingezahlt, während nur umgerechnet 300 Milliarden Dollar in Juwelen oder Goldbarren umgewandelt wurden. Doch die Chinesen dürften ihre Käufe verstärken: Gold gilt als sichere Anlage, auch wegen der gestiegenen Immobilienpreise und des Mangels an alternativen Sparmöglichkeiten attraktiv.
Daher ist es keine Überraschung, dass sich China zum weltweit führenden Schmuckmarkt entwickelt hat und sich in den letzten zehn Jahren fast verdreifacht hat: Auf China entfallen mittlerweile 30 % der weltweiten Schmucknachfrage. Und Schätzungen gehen davon aus, dass die Nachfrage bis 2017 weiter auf 780 Tonnen ansteigen wird. Mittlerweile gibt es landesweit über 100.000 Verkaufsstellen, die 24-karätiges Gold anbieten, und Tausende von Produzenten. Das Verbrauchervertrauen in Gold ist solide: Obwohl 40 % des Schmuckkonsums auf Hochzeiten erfolgt, gehen etwa 80 % der Verbraucher davon aus, dass sie ihre Ausgaben für Schmuck aus 24-karätigem Gold im Laufe der nächsten 12 Monate beibehalten oder erhöhen werden. Sie glauben, dass Gold langfristig seinen Wert behalten wird und erwarten ein höheres verfügbares Einkommen.

