Auktion von Kostbarkeiten, darunter Edelsteine und Schmuckstücke großer Häuser.
Am 19. November findet bei Dorotheum in Wien eine Schmuckauktion statt. Zur Versteigerung kommen rund 150 Objekte, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf unbehandelten, farbigen Edelsteinen wie kolumbianischen Smaragden sowie Saphiren aus Kaschmir oder Ceylon liegt. Neben Edelsteinen umfasst der Katalog Kreationen renommierter Schmuckhäuser und berühmter Designer – darunter Cartier, Bulgari, Harry Winston, Van Cleef & Arpels und Tiffany & Co. – sowie Stücke von Suzanne Belperron und den bekannten Wiener Juwelieren Heldwein und Rozet & Fischmeister.
Zu den Highlights zählt ein Ring von Harry Winston mit einem birnenförmigen Diamanten von 4,61 Karat (Schätzwert: 40.000–60.000 Euro). Ein weiterer Ring, ebenfalls auf 40.000 bis 60.000 Euro geschätzt, ist mit einem unbehandelten Kaschmir-Saphir von 2,47 Karat besetzt. Kaschmir-Saphire, die für ihre Seltenheit und ihre charakteristische Farbe geschätzt werden, nehmen bei Sammlern einen besonderen Stellenwert ein. Ein weiteres außergewöhnliches Stück – ein Ring mit einem Solitär-Diamanten im Brillantschliff von 9,21 Karat – stammt aus dem traditionsreichen Wiener Juwelierhaus Heldwein (Schätzwert: 30.000–50.000 Euro).

Die avantgardistischen Schmuckkreationen von Suzanne Belperron (1900–1983) faszinierten die Modewelt und wurden von bedeutenden Persönlichkeiten wie Wallis Simpson, Elsa Schiaparelli und Diana Vreeland geschätzt. Belperron gilt als eine der innovativsten Designerinnen und verkörpert den Übergang vom Art déco zur Moderne. Sie kombinierte auf kühne Weise kostbare Diamanten mit Halbedelsteinen wie Chalcedon, Rauchquarz und Bergkristall. Ein Beispiel hierfür ist eine Diamantbrosche aus der Zeit zwischen 1928 und 1955 mit einem spitz zulaufenden, facettierten Bergkristall (Schätzwert: 15.000–30.000 Euro).

Die Auktion umfasst zudem eine umfangreiche Auswahl an Schmuckstücken von Cartier, darunter eine Brosche in Libellenform mit unbehandelten Ceylon-Saphiren und Diamanten (20.000–40.000 Euro) sowie eine Brosche mit Diamanten und kolumbianischen Smaragden von Cartier London aus der Zeit um 1920–1930 (10.000–20.000 Euro). Ein Armband aus der Linie „Umarme mich“ von Wellendorff mit einem unbehandelten Ceylon-Saphir von 15,07 Karat und Brillanten wird mit einem Schätzwert von 30.000–50.000 Euro angeboten. Schließlich ist ein hellrosa Diamant in der Farbklassifizierung „Fancy“ mit einem Gewicht von 1,58 Karat und Marquise-Schliff hervorzuheben, der auf 40.000–80.000 Euro geschätzt wird.

Uhren der Spitzenklasse
Am 20. November veranstaltet das Dorotheum zudem seine Auktion für Armband- und Taschenuhren mit rund 160 Exemplaren namhafter internationaler Uhrenmanufakturen. Das Angebot reicht von seltenen Vintage-Modellen bis hin zu technisch anspruchsvollen modernen Armbanduhren und umfasst prestigeträchtige Marken wie Patek Philippe, Rolex, A. Lange & Söhne, Jaquet Droz, Audemars Piguet, IWC Schaffhausen, Cartier und Omega. Ein außergewöhnliches Highlight ist der Automat „Loving Butterfly“ von Jaquet Droz. Diese Armbanduhr, das Ergebnis akribischer Ingenieurskunst, vereint außergewöhnliche handwerkliche Meisterschaft mit einem Hauch von Poesie. Das Zifferblatt zeigt eine aufwendige, aus 18-karätigem Roségold gefertigte Szene: einen Schmetterling, der einen Putto auf einem Wagen zieht. Das Design ist von der Zeichnung „Der Schmetterling, der der Liebe folgt“ (La farfalla che segue l’amore) inspiriert, die Henri-Louis Jaquet-Droz 1774 für einen Automaten entwarf. Durch Betätigen des Drückers am Gehäuse beginnen die Flügel des Schmetterlings zu flattern und das Rad des Wagens sich zu drehen. Dieses Meisterwerk der Ingenieurskunst ist das Exemplar Nummer 23 einer auf nur 28 Stück limitierten Auflage aus dem Jahr 2018 (Schätzwert: 80.000–160.000). Sammler historischer Rolex-Uhren können auf einen äußerst seltenen Rolex Oyster Chronographen aus der Zeit um 1946 hoffen (25.000–50.000). Eine Rolex Oyster Perpetual Day-Date II mit „Chocolate“-Zifferblatt aus der Zeit um 2009 dürfte einen Wert von 20.000–30.000 erreichen. A. Lange & Söhne ist mit mehreren herausragenden Modellen vertreten, darunter ein Datograph Up/Down mit Großdatum aus der Zeit um 2012 sowie eine Lange 1 Time Zone, ebenfalls mit Großdatum (Schätzwerte: 30.000–50.000 bzw. 20.000–30.000). Für eine Patek Philippe Aquanaut mit Datumsanzeige liegt der Schätzwert bei 20.000–40.000.

