Die neue Schmuckmarke von Alessandra Zanchetta setzt auf Nachhaltigkeit.
Die studierte Architektin Alessandra Zanchetta hat ihren eigenen Weg durch Design, ästhetische Vision und Unternehmertum gefunden. Sie ist Mitbegründerin des Unternehmens Adolfo Courrier, wo sie Design Thinking mit kreativer Sensibilität verbindet. Die Designerin verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung in der italienischen Goldschmiedekunst, genauer gesagt in Valenza, dem historischen Zentrum dieser Kunst. Neben Schmuck begeistert sie sich für Yoga und Fotografie, die sie als Mittel zur Beobachtung, zum Ausgleich und zur Selbstfindung betrachtet: Dies sind die autobiografischen Notizen der Designerin, die die Schmuckmarke Aleja gründete. Der Name ist eine Variante oder Kurzform von Alejandra, der spanischen Form von Alessandra.

Die Idee ist, die Nachhaltigkeit des Schmucks hervorzuheben, denn, so betont die Designerin, neben Schönheit und symbolischem Wert rückt ein neuer Fokus in den Vordergrund: die Herkunft der Materialien und die Auswirkungen unserer Entscheidungen. Laut einer Metaanalyse des Imperial College London kann die Gewinnung eines einzigen Karats Diamanten über 100 kg CO₂-Äquivalent verursachen und erfordert zudem die Inanspruchnahme großer Landflächen und den Verbrauch natürlicher Ressourcen, betont Alessandra Zanchetta. Auch Gold ist mit komplexen Abbauprozessen verbunden. Seine Produktion geht häufig mit Abholzung und Umweltverschmutzung einher (Ökotoxikologie), was empfindliche Ökosysteme und lokale Gemeinschaften – von Regenwäldern bis hin zu Wassereinzugsgebieten – beeinträchtigt.

Als ich begann, die Herkunft der Materialien, mit denen ich täglich arbeite, zu hinterfragen, wurde mir bewusst, wie weit die Wahrnehmung des fertigen Schmucks von der Realität seiner Herstellung entfernt ist. Heute ist das Verständnis der Lieferkette ein integraler Bestandteil unserer Arbeit, ebenso wie die Suche nach Alternativen, die die Umweltbelastung reduzieren, ohne die Qualität zu beeinträchtigen.
Alessandra Zanchetta, Designerin und Gründerin von Aleja

In den letzten Jahren hat die Schmuckindustrie neue Möglichkeiten erforscht: recyceltes Gold und im Labor gezüchtete Diamanten. Aus diesem Grund verwendet Aleja für seine Kreationen ausschließlich zertifiziertes Recyclinggold und im Labor gezüchtete Diamanten, die nach denselben Qualitäts-, Farb- und Reinheitskriterien wie natürliche Diamanten bewertet werden. Die Designs zeichnen sich durch strukturierte Oberflächen, unregelmäßige Texturen und ein subtiles Zusammenspiel von Metall und Stein aus – weit entfernt von den konventionellen Mustern klassischer Schmuckstücke. Die erste Kollektion mit sieben Unikaten wurde auf der Mailänder Schmuckwoche 2025 präsentiert.

