Im Mai präsentiert die zehnte Ausgabe der GemGenèneve erneut einen eigenen Bereich für Designer. Hier stellen wir sie vor.
Auf der GemGenève (7.–10. Mai) kehrt der Bereich für etablierte Designer zurück. Diese Designer genießen bereits einen festen Platz in der Welt des zeitgenössischen Schmucks und eint eine Gemeinsamkeit: eine ausgesprochen persönliche Vision von Schmuck. Einige haben bereits auf der Palaexpo in Genf, dem Veranstaltungsort der GemGenève, ausgestellt, während andere ihr Debüt geben. So ist es beispielsweise die Premiere für Be Liza, eine litauische Designerin, die Schmuck als eine Art Alltagsrüstung für Frauen konzipiert. Ihre Stücke sind von der Ästhetik gotischer Märchen inspiriert. Die Kollektionen zeichnen sich durch sorgfältig ausgewählte Steine aus, die mit höchster Handwerkskunst gefertigt werden. Metallspitzen harmonieren perfekt mit präzisen Oberflächenbearbeitungen wie Hochglanzpolitur.

Auch für Hemera Paris, eine Marke, die 2024 von Florian Pitout gegründet wurde, ist es die erste Teilnahme. Hemera Paris versteht sich als wahres Haus des Kunsthandwerks, dank der Zusammenarbeit verschiedener Kunsthandwerker: Leder-, Intarsien- und Federkünstler. Es entstehen einzigartige Kreationen, die eine bestimmte Vorstellung von Luxus aus dem 19. Jahrhundert fortführen, als jedes Schmuckstück für eine bestimmte Persönlichkeit und einen besonderen Anlass entworfen und für die Ewigkeit gefertigt wurde. Hemera Paris präsentiert eine Brosche, die in Zusammenarbeit mit Bernardo d’Orey entstanden ist, einem auf Stroh-Mikrointarsien spezialisierten Kunsthandwerker.

Ein weiteres Debüt feiert Incarnem, die Marke von Marine Billet. Die Architektin stieg 2015 als freiberufliche Schmuckdesignerin in die Schmuckwelt ein und arbeitete mit mehreren großen Pariser Modehäusern zusammen, darunter Schiaparelli, für das sie die berühmte lungenförmige Halskette entwarf, die Bella Hadid bei den Filmfestspielen von Cannes 2021 trug. 2023 gründete sie Incarnem: Mithilfe der von ihr besonders geschätzten Gusstechnik fängt Marine Billet Fragmente der Realität in Metall ein und fixiert sie.

Auch Plah feiert sein Debüt. Der 25-jährige kolumbianische Schmuckdesigner Sebastián Plah bietet Schmuck aus Gold, Titan und Diamanten an. Der in Mailand ansässige Designer präsentierte sich der Öffentlichkeit 2023 auf der Digital Jewelry Week. Sein einzigartiger Stil ist von Ikonen des Schmuckdesigns wie Jar, Fernando Jorge, Silvia Tcherassi und Edgardo Osorio inspiriert.

Die Marke Mike Joseph steht kurz vor ihrem Debüt. Designer Mike Saatji, in Armenien in eine Familie von Schmuckhandwerkern geboren, lebt heute in Bangkok. 2015 gründete er sein eigenes Label Mike Joseph. Er arbeitet mit klassischen Materialien wie Gold und Diamanten sowie mit Titan, das er in seine Kreationen einarbeitet. Letztes Jahr trat er der Armenian Jewelers Association (AJA) bei, einem Zusammenschluss, der sich der Förderung armenischstämmiger Designer weltweit widmet und an der GemGenève teilnahm. Dieses Jahr kehrt er mit seiner eigenen Marke zurück.

A.Wins Siu hat seit 2022 bereits viermal an der GemGenève teilgenommen. Die chinesische Designerin feiert Erfolge mit ihrem Pop-Schmuck, beispielsweise ihren bonbonförmigen Schmuckstücken. Zur zehnten Ausgabe präsentiert sie eines ihrer wichtigsten Werke aus dem Jahr 2026, eine Kombination aus Titan, Emaille, brasilianischem Paraíba-Turmalin, burmesischem Saphir, Rubin, Spinell und Diamanten. Außerdem bietet sie eine bonbonförmige Brosche mit einem kolumbianischen Smaragd an und erweitert damit ihre ikonische Kollektion „Something Sweet“.
Jaqueline Powers, die Marke des amerikanischen Designers Vince Gerardis, nimmt zum zweiten Mal teil. Gerardis war auch Koproduzent der Serie „Game of Thrones“, und bei ihrer ersten Teilnahme erregte die Marke Jaqueline Powers mit ihrem braun-grauen Schmuck Aufsehen. Seitdem hat das Label seine Welt mit der Entwicklung mehrerer Schmuckkollektionen und tragbarer Kunstobjekte bereichert. Die Kreationen der Marke werden in kleinen Stückzahlen gefertigt: maximal zwei Stücke pro Monat. Jedes einzelne Stück wird in Rom in reiner Handarbeit hergestellt.

Auch für Richard Wu ist es eine Rückkehr. Der chinesische Juwelier, der sich ursprünglich auf Jadeschnitzerei spezialisiert hatte, kreiert seit 2005 Schmuck unter dem Label Liu Guangjia. 2015 reiste er nach Italien, um traditionelle Techniken der Schmuckherstellung zu erlernen. Heute beherrscht er sowohl die Goldgravur als auch die Kunst des Edelsteinfassens, und seine Kreationen vereinen westliche Handwerkskunst und östliches Erbe in überraschender Harmonie.

